Tigermücke im Anflug: Wie gefährlich ist sie in Deutschland wirklich?

26. Juli 2026

Mückenstiche gehören zum Sommer: lästig, juckend, meist harmlos. Doch die asiatische Tigermücke breitet sich seit einigen Jahren auch in Deutschland zunehmend aus – was früher vor allem aus tropischen Urlaubsländern bekannt war, ist inzwischen auch hier Teil des Sommers. Sie gilt als besonders aggressiv und kann über 20 verschiedene Viren übertragen, darunter Dengue, Chikungunya und Zika. Mit ihrer Ausbreitung steigt grundsätzlich auch in Europa das Erkrankungsrisiko.

Das Ansteckungsrisiko in Deutschland ist aktuell gering.
Die meisten Fälle in Europa sind importierte Reiseinfektionen; lokale Übertragungen machen derzeit nur einen kleinen Anteil aus. In Deutschland sind Tigermücken so gut wie nie mit Viren infiziert. Damit es überhaupt zu einer Ansteckung kommt, müssen mehrere Faktoren zusammenkommen: eine infizierte Person, ausreichend viele Mücken und über mehrere Tage warmes Wetter – das tritt bislang nur vereinzelt auf.

Schutz ist trotzdem sinnvoll.
Vermeiden Sie Stiche durch lange, helle Kleidung und Mückenspray. Besonders wirksam sind Produkte mit dem Wirkstoff DEET – wir beraten Sie dazu gerne in unserer Apotheke. Außerdem: stehendes Wasser im Garten vermeiden (z. B. Untersetzer, Gießkannen, Regentonnen), denn dort legen Tigermücken ihre Eier ab. Gegen Larven können spezielle biologische Zusätze für stehendes Wasser eingesetzt werden, die die Entwicklung der Mücken stoppen.

 

Hinweis: Dieser Beitrag dient nur der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Fragen bitte an eine Arztpraxis oder unsere Apotheke wenden.

Bildquelle: Shutterstock_2665471581
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